Die meisten Schäden an Gartenmöbeln entstehen nicht durch Frost. Sie entstehen durch Feuchtigkeit, die nicht wegkann. Eine dichte Plane über einer feuchten Sitzgruppe hält den Regen ab und schließt gleichzeitig die Nässe ein, die schon im Holz und in den Polstern steckt. Darunter bleibt die Luft stehen, und im ersten Frühjahr stehen Sie vor Stockflecken. Der Schutz beginnt deshalb nicht bei der Plane, sondern bei der Frage, welches Material Sie überhaupt vor sich haben.

Welche Gartenmöbel dürfen draußen bleiben?
| Material | Draußen überwintern | Was passiert ohne Schutz |
|---|---|---|
| Teak, Akazie, Eukalyptus | Möglich | Das Holz vergraut zu silbrigem Grau. Die Substanz bleibt erhalten, weil diese Hölzer dicht sind und einen hohen Ölanteil haben |
| Kiefer, Fichte, Lärche | Besser nicht | Weichhölzer nehmen Wasser auf, das beim Gefrieren die Fasern sprengt. Risse und Fäulnis an den Fußenden |
| Aluminium | Ja | Aluminium rostet nicht. Bei beschädigter Pulverbeschichtung bilden sich weiße Oxidflecken |
| Edelstahl | Ja | Flugrost aus der Umgebung setzt sich ab und sieht aus wie Rost. Er lässt sich abpolieren |
| Beschichteter Stahl, Eisen | Nur mit intakter Beschichtung | Jeder Lackabplatzer wird zur Roststelle, die sich unter der Beschichtung weiterfrisst |
| Polyrattan aus Polyethylen | Möglich, geschützt besser | Hochwertiges Geflecht bleibt bei Frost elastisch. Günstige Ware aus Weich-PVC wird spröde und bricht beim Hinsetzen |
| Polster und Kissen | Nein | Der Schaumkern speichert Feuchtigkeit. Schimmel bildet sich im Inneren, bevor Sie ihn außen sehen |
Die Einteilung ist gröber, als sie aussieht. Auch ein Teaktisch nimmt Schaden, wenn er den Winter über in einer Pfütze steht. Und Aluminium ist zwar rostfrei, die Schrauben und Beschläge daran sind es oft nicht. Sehen Sie sich jedes Möbelstück einzeln an, statt pauschal nach Materialgruppe zu entscheiden.
Warum erzeugt eine dichte Abdeckplane Schimmel?
Weil sie zwei Dinge gleichzeitig tut. Sie hält Regen ab, und sie hält Wasserdampf fest. Bei jedem Temperaturwechsel zwischen Tag und Nacht kühlt die Planeninnenseite ab, die feuchte Luft darunter kondensiert, und das Wasser läuft zurück auf die Möbel. Aus einer trockenen Sitzgruppe wird so binnen weniger Wochen eine dauerfeuchte. Genau das ist der Grund, warum billige PVC-Planen Möbel oft schlechter durch den Winter bringen als gar keine Abdeckung.
Eine Plane ohne Belüftung ist schlimmer als keine Plane. Lassen Sie am unteren Rand einen Spalt von etwa 5 bis 10 Zentimetern frei, damit Luft nachströmen kann, oder verwenden Sie Hauben mit seitlichen Lüftungsklappen. Decken Sie niemals feuchte Möbel ab. Und wickeln Sie nichts in Baufolie ein, auch nicht Holzmöbel, denen Sie etwas Gutes tun wollen.
Die brauchbare Abdeckung hat drei Eigenschaften: Sie ist atmungsaktiv, also aus einem Gewebe mit Membran statt aus dichter Folie. Sie passt maßgenau, damit sie im Sturm nicht scheuert und nicht als Wassersack durchhängt. Und sie hat Lüftungsöffnungen oder einen offenen Fußbereich. Bei Holz ist die Atmungsaktivität nicht optional, weil das Material weiter Feuchtigkeit abgibt und aufnimmt.
Gartenmöbel Schritt für Schritt einwintern
- Polster zuerst holen. Kissen und Auflagen kommen schon im Frühherbst ins Haus, nicht erst beim ersten Frost. Ihr Schaumkern speichert Feuchtigkeit über Wochen.
- Gründlich reinigen. Laub, Blütenreste und Vogelkot abnehmen. Organische Reste sind der Nährboden für Stockflecken unter jeder Abdeckung.
- Vollständig trocknen lassen. Zwei bis drei trockene Tage einplanen. Holz braucht länger als Metall, besonders an Stirnholzflächen und in Zapfenlöchern.
- Beschläge prüfen. Lose Schrauben nachziehen, verrostete tauschen. Feuchtigkeit im Schraubloch sprengt im Frost das Holz auf.
- Holz behandeln. Hartholzmöbel bei Bedarf mit Pflegeöl einlassen, aber nur auf trockenem Holz. Öl auf feuchtem Untergrund schließt die Nässe ein.
- Metall ausbessern. Lackabplatzer an Stahlmöbeln anschleifen, entrosten und mit Ausbesserungslack schließen, bevor der Winter daraus eine Durchrostung macht.
- Vom Boden abheben. Möbelfüße auf Holzleisten oder Untersetzer stellen. Direkter Kontakt zu nassem Belag zieht Wasser in Holz und in offene Rohrenden.
- Stapeln mit Abstand. Zwischen gestapelte Stühle Filzgleiter oder Karton legen. Sonst scheuern Lack und Geflecht an den Kontaktpunkten durch.
- Abdecken oder einlagern. Atmungsaktive Haube mit Luftspalt aufziehen oder die Möbel in einen kühlen, trockenen und belüfteten Raum bringen.
- Im Winter kontrollieren. Ein- bis zweimal die Plane anheben und nach Kondenswasser sehen. Feuchte Innenseiten sind das Signal, die Abdeckung zu wechseln.

Wo lagern Sie die Möbel am besten?
Der ideale Raum ist kühl, trocken, unbeheizt, frostfrei und belüftet. Ein trockener Kellerraum, ein Schuppen, ein Dachboden oder die Garage kommen infrage. Das beheizte Wohnzimmer nicht: Holz, das aus 8 Grad Außenluft in 21 Grad trockene Heizungsluft kommt, schwindet und reißt. Ein feuchter Altbaukeller ohne Fenster ist ebenfalls ungeeignet. Wenn kein Innenraum verfügbar ist, hilft eine wetterfeste Terrassenbox zumindest für Polster und Kleinteile.
- Polster: Trocken und aufrecht lagern, nicht flach stapeln. Zwischen die Auflagen Zeitungspapier oder Baumwolltücher legen, keine Plastikfolie.
- Holz: Nicht direkt an eine Außenwand stellen. Dort ist die Wand am kältesten, und dort schlägt sich Feuchtigkeit zuerst nieder.
- Metall: Rohrmöbel mit offenen Enden so lagern, dass Wasser ablaufen kann. Ein wassergefülltes Rohr platzt im Frost auf.
- Glasplatten: Tischplatten aus Glas separat und stehend lagern, gegen Kippen sichern. Frost selbst schadet ihnen nicht, ein umfallender Stuhl schon.
- Sonnenschirme: Vollständig trocken zusammenlegen und stehend lagern. Ein feucht eingerollter Schirmbezug schimmelt zuverlässig.
- Geflecht: Polyrattan nicht unter Last stapeln. Kaltes Geflecht ist weniger nachgiebig und bricht an den Stützpunkten.
MerkeVergrauung ist kein Schaden. Wenn Teak oder Akazie draußen bleiben, bildet sich eine silbergraue Oberfläche, die das Holz nicht schwächt. Wer die warme Farbe erhalten will, ölt regelmäßig, wer sie zurückholen will, verwendet im Frühjahr einen Entgrauer. Beides ist eine optische Entscheidung, keine technische.
Welche Schäden lassen sich im Frühjahr noch reparieren?
Mehr, als viele annehmen. Vergrautes Hartholz schleifen Sie mit Körnung 120 an und ölen nach. Lose Verbindungen ziehen Sie nach oder verleimen sie neu, wie es der Beitrag zu einfachen Reparaturen an Gartenmöbeln beschreibt. Roststellen an Stahlgestellen bekommen Sie mit Drahtbürste, Rostumwandler und Lack in den Griff, dazu gibt es eigene Hinweise zur Reparatur von Gartenmöbeln aus Metall. Nicht reparabel sind zwei Dinge: Schimmel, der im Schaumkern eines Polsters sitzt, und sprödes Kunststoffgeflecht. Beides ist ein Fall für den Ersatz, denn ein Polster mit Schimmelbefall im Inneren bleibt eine Belastung für Atemwege und Allergiker, auch nach oberflächlicher Reinigung.
Was Sie im Herbst zeitlich einplanen sollten
Beginnen Sie, bevor der erste Frost angekündigt ist. Die Reinigung braucht einen Nachmittag, das Trocknen zwei bis drei Tage mit Sonne, das Ölen einen weiteren Tag Trockenzeit. Wer erst am Tag vor dem Frost anfängt, verpackt feuchte Möbel, und genau das ist der Fehler, der den Winter über weiterwirkt. Ein guter Merkposten ist der Zeitpunkt, an dem Sie die Gartenschläuche entleeren und die Außenwasserhähne absperren. An diesem Tag kommen auch die Polster ins Trockene.
