Der Besteckkorb ist das Bauteil im Geschirrspüler, das am häufigsten falsch benutzt wird. Er ist klein, er wird schnell befüllt, und das Ergebnis sieht man erst nach dem Programm. Wer die vier Grundregeln kennt, spart sich das Nachspülen von Hand.
Wie herum gehört Besteck in den Korb?
Die Grundregel lautet: schmutzige Seite nach oben. Löffel, Gabeln und stumpfe Tafelmesser stellen Sie also mit dem Griff nach unten ein. Der untere Sprüharm arbeitet von unten nach oben, und er trifft dann direkt auf Laffe und Zinken statt auf den Griff. Wer alles mit dem Griff nach oben einsteckt, bekommt regelmäßig Eigelbreste in der Gabel zurück.
Die Ausnahme sind scharfe Messer. Die kommen mit der Klinge nach unten in den Korb, aus zwei Gründen. Erstens greifen Sie beim Ausräumen mit der Hand von oben in den Korb, ohne hinzusehen. Zweitens stoßen freistehende Schneiden im Waschgang gegen andere Teile und werden stumpf. Hochwertige Kochmesser und Messer mit Holzgriff waschen Sie ohnehin besser von Hand ab.
| Besteckteil | Ausrichtung | Begründung |
|---|---|---|
| Esslöffel, Teelöffel | Griff nach unten | Die Laffe ist die schmutzige Seite und muss den Strahl abbekommen |
| Gabeln | Griff nach unten | Zwischen den Zinken sitzt der Schmutz, dort muss das Wasser hin |
| Tafelmesser, stumpf | Griff nach unten | Geringe Verletzungsgefahr, Reinigung geht vor |
| Scharfe Messer | Klinge nach unten | Schutz der Hand beim Ausräumen und Schutz der Schneide |
| Kochmesser, Holzgriffe | Gar nicht | Von Hand spülen, sonst leiden Schneide und Griffmaterial |
| Servierteile, lange Kellen | Flach in den Oberkorb | Zu lang für den Korb, sie blockieren sonst den Sprüharm |
Warum wird zu dicht gestecktes Besteck nicht sauber?
Weil Wasser nur reinigt, wo es auch hinkommt. Stecken zwei gleiche Löffel nebeneinander, legen sie sich mit den Laffen ineinander und bilden eine geschlossene Fläche. Der Strahl prallt außen ab, innen bleibt der Rest vom Joghurt. Dasselbe passiert, wenn Sie das komplette Besteck einer Mahlzeit in ein einziges Korbfach quetschen und die Hälfte des Korbs leer bleibt.
Der zweite Effekt heißt Sprühschatten. Große, hoch stehende Teile schirmen alles ab, was dahinter liegt, und im schlimmsten Fall blockieren sie den Sprüharm ganz. Drehen Sie den unteren Arm nach dem Beladen einmal mit der Hand durch. Bleibt er an einem Messergriff oder an einer Kelle hängen, räumen Sie um. Weitere Ursachen für schlechte Spülergebnisse stehen im Beitrag Probleme mit dem Geschirrspüler beheben.
- Verteilen: Nutzen Sie alle Fächer des Korbs, auch wenn die Maschine nur halb voll ist. Besteck kostet keinen Platz.
- Abwechseln: Große und kleine Löffel im Wechsel einstellen, damit sich die Laffen nicht ineinanderschieben.
- Nicht stapeln: Zwei Gabeln in einem Loch sind eine Gabel, die sauber wird, und eine, die es nicht wird.
- Höhe prüfen: Nichts darf über den Korbrand hinausragen und den Sprüharm streifen.
- Vorspülen sparen: Grobe Reste abstreifen genügt, Abspülen unter fließendem Wasser kostet nur Trinkwasser.
Warum dürfen Silber und Edelstahl nicht zusammen?
Weil in der heißen Lauge ein Elektrolyt vorliegt. Berühren sich darin zwei unterschiedliche Metalle, entsteht ein galvanisches Element, und das unedlere Metall wird angegriffen. Bei Silber neben Edelstahl zeigt sich das meist als dunkler Belag oder als fleckige Verfärbung, in ungünstigen Fällen als punktuelle Korrosion. Auch Aluminiumteile vertragen sich schlecht mit Edelstahl und mit modernen Reinigern.
Praktisch heißt das: Silberbesteck kommt in einen eigenen Durchgang oder wird von Hand gespült. Wenn Sie beides in einer Maschine reinigen wollen, halten Sie mindestens ein leeres Fach Abstand und achten Sie darauf, dass sich nichts im Programm verschiebt. Sicher ist das nicht. Wie Sie Edelstahlbesteck dauerhaft fleckenfrei halten, steht im Beitrag über Edelstahlbesteck.
Rostflecken kommen selten vom Besteck selbst. Sehr oft stammen sie von einem einzigen billigen Teil aus minderwertigem Stahl, das im Waschgang Partikel abgibt. Diese setzen sich auf allen anderen Teilen ab und rosten dort weiter. Sortieren Sie das verdächtige Teil aus und prüfen Sie zusätzlich, ob Salzbehälter und Deckel dicht schließen, denn austretendes Regeneriersalz greift Edelstahl an.
Wie reinigen Sie den Besteckkorb selbst?
- Herausnehmen. Korb komplett aus der Maschine ziehen, bei geteilten Modellen die Segmente voneinander lösen.
- Ausklopfen. Über dem Abfall ausschütteln, Speisereste sammeln sich im Bodenraster und in den Ecken.
- Heiß spülen. Mit heißem Wasser und Spülmittel abbürsten, besonders die Stegzwischenräume und die Grifföffnungen.
- Fettfilm lösen. Bei klebrigem Belag hilft Einweichen in heißem Wasser mit einem Schuss Essig, danach gründlich nachspülen.
- Trocknen lassen. Erst vollständig abtropfen lassen, dann einsetzen, sonst bleibt Restfeuchte im Gerät.
- Stege prüfen. Jeden Kunststoffsteg abtasten. Angerissene Stege brechen beim nächsten Beladen und lassen Besteck durchrutschen.
Was tun, wenn Kunststoffstege gebrochen sind?
Der Besteckkorb ist ein Verschleißteil, und er ist fast immer als Ersatzteil zu bekommen. Sie brauchen dafür die vollständige Modellbezeichnung Ihres Geschirrspülers, die auf dem Typenschild am Türrahmen steht, meist innen an der linken oder rechten Kante. Notieren Sie zusätzlich die Erzeugnisnummer und den Index, denn Hersteller ändern Körbe innerhalb einer Baureihe.
Bei vielen Modellen sind Deckel, Griff und einzelne Segmente separat lieferbar, sodass nicht der ganze Korb getauscht werden muss. Provisorien mit Kabelbindern halten kurzfristig, sind aber keine Dauerlösung, weil scharfe Kanten Besteck verkratzen und lose Teile in die Pumpe geraten können. Ein Korb, dessen Boden gerissen ist, gehört ersetzt. Wenn Sie offene Aufbewahrung für die sauberen Teile am Tisch suchen, hilft der Beitrag zum Besteckständer weiter.
MerkeWenn Ihre Maschine statt eines Korbs eine flache Besteckschublade ganz oben hat, gelten andere Regeln: Dort liegt alles einzeln und flach nebeneinander, Teile dürfen sich nicht überlappen, und Messer legen Sie mit der Schneide zur Rückwand. Die Schublade reinigt besser, fasst aber weniger sperrige Teile.
Räumen Sie den Korb nach dem Programm zuletzt aus. Das Besteck steht mit den Griffen nach unten im Restwasser, und wenn Sie zuerst den Oberkorb entnehmen, tropft nichts mehr auf die trockenen Teile.
