Entrümpelung vorbereiten und durchführen

Umziehen, Sanieren, Ausräumen – wenn Wohnungen oder ganze Häuser geleert werden müssen, ist das meist nicht in wenigen Stunden zu erledigen. Stattdessen braucht es einen Plan, Vorbereitung und viel Zeit. Meist werden auch starke Nerven benötigt. Doch je besser man vorbereitet ist, desto besser stehen die Chancen, dass alles reibungslos abläuft.

Eine Entrümpelung und ein Umzug sind nicht exakt dasselbe. Bei einem Umzug wird meist ein Großteil der Einrichtungs- und Wertgegenstände aus einer Wohnung in die nächste transportiert. Bei Entrümpelungen geht es vor allem darum, dass am Ende eine leere Wohnung vorzufinden ist – und viele Gegenstände werden direkt entsorgt. Einige Menschen erledigen dies ganz allein und andere lassen sich von Dienstleistern (siehe: Entrümpelung Düsseldorf) helfen. So oder so muss man wissen, was zu erwarten ist.

Wann eine Entrümpelung überhaupt notwendig ist

Wenn die Mehrheit der Gegenstände in einer Wohnung (oder Garagen, Anbauten, Lagerräumen) direkt entsorgt werden soll, spricht man von einer Entrümpelung. Am häufigsten wird sie daher wohl notwendig, wenn jemand verstorben ist. Die Angehörigen haben dann die Aufgabe, die Wohnung oder das Haus so herzurichten, sodass sie an den Vermieter übergeben oder verkauft werden kann.

Ein weiterer häufiger Grund für eine Entrümpelung stellt der Umzug ins Ausland dar. Da Überführungskosten hoch sein können, werden nur wenige Dinge mitgenommen und alles andere entsorgt werden.

Eine Entrümpelung wird daher gerne mit einer Haushaltsauflösung gleichgesetzt. Allerdings kann eine Entrümpelung auch dann geschehen, wenn ein Gebäude noch bewohnt wird und es können auch nur einzelne Wohnabschnitte geleert werden. Außerdem gibt es vor einer Haushaltsauflösung oftmals noch einen Abverkauf vieler Gegenstände – diese Mühe wird sich bei Entrümpelungen seltener gemacht.

Die besonderen Herausforderungen

Ob eine Entrümpelung nötig wird, hängt zum Teil von der Menge des Abfalls ab. Der Grund, warum viele Menschen auf die Hilfe von Dienstleistern setzen: Die Entsorgung eines ganzen Haushalts ist in Bezug auf die Mülltrennung eine große Herausforderung. Denn in einer Wohnung befinden sich meist viele verschiedenen Müllarten. Elektroschrott, Bauschutt, brennbare Stoffe, übersehene Wertgegenstände – da muss schon genau aufgepasst werden.

Sicherheit ist ohnehin ein wichtiges Thema. Es muss immer mit Überraschungen gerechnet werden. Spitze Gegenstände, offenliegende Kabel, ätzende Flüssigkeiten – in vielen Wohnungen lauern Gefahren. Hinzu kommt, dass Entrümpelungen oft mit Zeitdruck einhergehen. Nach dem Tod eines Angehörigen bleibt nicht viel Zeit, um sich um alles zu kümmern. Manche fühlen sich seelisch nicht dazu in der Lage. Wer Glück hat, gerät an nette Vermieter, die keinen Druck machen – wer Pech hat, muss ein Haus so schnell wie möglich entleeren und säubern, weil es zum Beispiel Gläubiger gibt.

Abfallcontainer müssen erst bestellt und angeliefert werden. Sind sie da, muss sich jemand um das Vorsortieren kümmern – und es braucht kräftige Menschen, die beim Tragen helfen. Somit müssen Helfer vorher organisiert werden. Je mehr davon zur Verfügung stehen, umso schneller geht es. Unter Umständen dauert eine Entrümpelung aber auch schon mal ein ganzes Wochenende.

Selbst machen oder den Profi beauftragen?

Viele Menschen wollen sich die Beauftragung eines Entrümpelungsservice sparen. Das ist auch absolut möglich, aber nur dann, wenn drei Faktoren gegeben sind: genug Zeit, Kraft und Hilfe. Wer eine Entrümpelung allein organisieren muss, der setzt lieber auf professionelle Hilfe. Gibt es hingegen keinen Zeitdruck und fleißige Helfer, dann kann auch alles in Eigenregie erledigt werden. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn eine Sanierung ansteht. Diese wird meist so weit im Voraus geplant, dass das Gebäude über Wochen hinweg ausgeräumt werden kann.

Der große Vorteil des Entrümpelungsservice ist, dass man die Füße (fast) hochlegen kann. Natürlich muss vorher trotzdem geschaut werden, was aus der Wohnung noch gerettet werden soll. Auch am Tag der Entrümpelung sollte man vor Ort sein. In belebten Gegenden ist es außerdem sinnvoll, eine Parkverbotszone zu beantragen, damit es keine Probleme mit den Nachbarn oder gar der Polizei gibt. Doch durch gute Vorbereitung kann mit einem Entrümpelungsservice viel Zeit gespart werden.

Entrümpelung selbst erledigen

Die Entrümpelung selbst zu erledigen, sollte immer schrittweise erfolgen. Sonst kann es passieren, dass grobe Fehler gemacht werden. Wichtig ist zum Beispiel, dass keine Gefühle verletzt oder gar Gesetze missachtet werden. Eine typische Frage lautet: Dürfen Angehörige nach dem Tod einer Person noch Wertgegenstände und Andenken mitnehmen? Immer wieder kommt es zu Streitigkeiten wegen emotionaler Bindungen.

Es passiert auch oft, dass Geld oder Wertgegenstände aus Versehen entsorgt werden. Da sollte man vorbeugen, indem die Wohnung erst genau abgesucht wird. Während der Entrümpelung müssen Handschuhe getragen werden. Unter Umständen ist auch ein Atemschutz sinnvoll, wenn beispielsweise der Dachboden entstaubt wird. Die Abfallcontainer sollten clever platziert werden, damit die Wege kurz sind. Außerdem müssen Helfer mit Essen und Getränken versorgt werden. Am besten nimmt man sich von Anfang an zwei bis drei volle Tage Zeit, um alles auszuräumen.