Der Haushaltskorb ist das unauffälligste Transportmittel der Wohnung. Er trägt Wäsche zur Leine, Einweckgläser in den Keller, Werkzeug in den Garten und beim Umzug das, wofür kein Karton mehr da ist. Genau diese Vielseitigkeit macht ihn anfällig für Fehlkäufe, denn ein Korb, der für leichte Textilien konstruiert ist, versagt beim ersten Gang mit Konservendosen. Die Auswahl entscheidet sich an zwei Zahlen und einer Bauform: Traglast, Volumen und der Frage, wie die Griffe mit der Wandung verbunden sind.

Was unterscheidet den Haushaltskorb vom Wäschekorb?
Der Zweck. Ein Wäschekorb ist ein Sammelbehälter: Er steht, nimmt Schmutzwäsche auf und muss vor allem belüftet sein, damit feuchte Textilien nicht muffig werden. Über seine Eignung entscheidet, wie gut Luft an den Inhalt kommt und wie er sich in ein Möbel einfügt, wie im Beitrag zum Wäschekorb als Einrichtungsstück beschrieben. Ein Haushaltskorb dagegen ist ein Transportbehälter. Er wird angehoben, getragen, abgesetzt und wieder angehoben, oft mit Inhalten, die deutlich schwerer sind als Textilien.
Aus diesem Unterschied folgen andere Anforderungen. Der Transportkorb braucht steife Wände, damit er sich beim Anheben nicht verwindet, feste Griffe und einen Boden, der auf einer Kante nicht durchbiegt. Belüftung ist nachrangig, Stapelbarkeit dagegen wichtig. Wer beides in einem Behälter sucht, bekommt Kompromisse. Ein dritter Fall ist die dauerhafte Trennung nach Wäschearten, für die ein Wäschesortierer mit mehreren Fächern gedacht ist. Der ist wiederum ein Möbelstück und kein Tragekorb.
Wie viel Gewicht muss ein Tragekorb aushalten?
Mehr, als die meisten annehmen. Rechnen Sie den ungünstigsten Fall durch, den Sie tatsächlich haben. Eine Waschmaschinenfüllung von sechs Kilogramm trockener Baumwollwäsche enthält nach dem Schleudern bei 1400 Umdrehungen je Minute rund 50 Prozent Restfeuchte. Die nasse Wäsche wiegt dann etwa neun Kilogramm. Bei einer schlechteren Schleuderwirkungsklasse kann die Wäsche das Anderthalbfache ihres Trockengewichts wiegen. Wer stattdessen Konserven oder Getränkeflaschen trägt, kommt in einem Korb mit 40 Litern Inhalt schnell auf 20 Kilogramm und mehr.
Verbindliche Grenzwerte für das Heben gibt es im Privathaushalt nicht. Als grobe Orientierung nennen Unfallversicherungsträger rund 25 Kilogramm je Hebevorgang bei Männern und rund 15 Kilogramm bei Frauen, wobei häufiges Heben oberhalb von 20 beziehungsweise 10 Kilogramm vermieden werden soll. Praktisch heißt das: Ein Korb, der randvoll mehr wiegt, als Sie über eine Treppe tragen wollen, ist zu groß gekauft. Zwei mittlere Körbe sind der Wirbelsäule lieber als einer mit 60 Litern.
| Material | Eigenschaften | Temperaturbereich | Schwachstelle |
|---|---|---|---|
| Polypropylen, kurz PP | Leicht, formstabil, glatte Oberfläche | je nach Rezeptur etwa minus 30 bis plus 70 oder 80 Grad Celsius | Wird bei Kälte spröde, Grifflöcher reißen ein |
| Polyethylen hoher Dichte, kurz HDPE | Zäher als PP, schlagfest auch bei Kälte | gute Kältebeständigkeit | Weicher, verformt sich unter Dauerlast |
| Weide oder Rattan | Leicht, formstabil, hoher Eigenwert | nicht für Nässe geeignet | Quillt bei Feuchte, Splitter fangen Textilien |
| Drahtgeflecht, verzinkt oder pulverbeschichtet | Sehr tragfähig, gut belüftet | witterungsbeständig | Rost an Beschädigungen, drückt weiche Ware |
| Filz oder beschichtetes Gewebe | Leicht, faltbar, leise | je nach Beschichtung | Keine Eigensteifigkeit, kippt beladen |
Angeschnittene Grifflöcher sind die häufigste Bruchstelle. Bei vielen günstigen Kunststoffkörben ist der Griff nur ein Loch im oberen Rand. Unter Last konzentriert sich die gesamte Zugkraft an den beiden Ecken dieses Ausschnitts, und dort reißt das Material ein, meist zuerst als feiner heller Strich. Wenn Sie einen solchen Riss entdecken, laden Sie den Korb nicht mehr voll und tragen Sie ihn nicht über eine Treppe. Ein reißender Griff bedeutet, dass der volle Korb aus Brusthöhe fällt.
Wie prüfen Sie einen Korb vor dem Kauf?
- Traglast suchen. Eine belastbare Angabe steht in Kilogramm auf dem Boden oder in den Produktdaten. Bei Eurobehältern reichen die Nennlasten je nach Modell von 20 bis 60 Kilogramm. Fehlt jede Zahl, gehen Sie von wenig aus.
- Griffanbindung ansehen. Umlaufender Rahmen oder verstärkte Griffzone ist gut, ein einfaches Loch im dünnen Rand ist schwach. Drücken Sie den Griffbereich mit dem Daumen ein und beobachten Sie, ob er nachgibt.
- Verwindung testen. Fassen Sie den leeren Korb diagonal an zwei Ecken und verdrehen Sie ihn leicht. Was leer schon arbeitet, verwindet sich beladen deutlich stärker.
- Boden prüfen. Ein Boden mit Rippen oder umlaufendem Standrand biegt weniger durch als eine glatte Platte. Setzen Sie den Korb auf eine Tischkante und drücken Sie mittig darauf.
- Innenmaße nachmessen. Nicht das Nennvolumen zählt, sondern ob Ihre Wäsche, Ihre Gläser oder Ihre Kisten hineinpassen. Das Rastermaß 600 mal 400 Millimeter passt in viele Regale, 400 mal 300 Millimeter in schmale Fächer.
- Stapel- oder Nestfunktion klären. Prüfen Sie im Laden, ob zwei Körbe beladen aufeinanderstehen oder nur leer ineinander passen. Beides gleichzeitig können nur wenige Modelle mit Drehstapelfunktion.
- Kanten abtasten. Fahren Sie mit dem Handrücken innen über den Rand. Grate aus dem Spritzguss ziehen Fäden aus Textilien und schneiden beim Tragen in die Finger.
- Wäscheweg: Zwei gegenüberliegende Griffe und ein Volumen um 40 Liter. Wichtiger als Belüftung ist hier ein Rand ohne Grate, der keine Fäden zieht.
- Kellervorrat: Geschlossene Wände im Rastermaß 600 mal 400 Millimeter, stapelbar, mit Traglastangabe. Gläser und Konserven bringen das Gewicht schnell über 20 Kilogramm.
- Garten und Werkstatt: Drahtgeflecht oder Polyethylen hoher Dichte, weil beides Nässe und Frost verträgt. Weide scheidet hier aus.
- Umzug: Nestbare Behälter, die sich nach dem Auspacken ineinander schieben lassen, sonst blockieren leere Körbe wochenlang die Wohnung.
- Offenes Regal im Wohnraum: Filz oder beschichtetes Gewebe wirkt ruhiger, trägt aber wenig und kippt beladen. Für Textilien reicht das, für Bücher nicht.
- Lebensmitteltransport: Glatte Innenflächen ohne Rippen, dazu eine Kennzeichnung zur Lebensmitteleignung. Alles andere lässt sich nicht sicher reinigen.
Stapeln, nesten oder beides?
Diese Frage entscheidet über den Platzbedarf im Alltag. Stapelbehälter haben einen Rand, auf dem der nächste Behälter aufsitzt. Sie tragen im Stapel viel, je nach Bauart geben Hersteller Auflasten von 350 bis 700 Kilogramm für den gesamten Stapel an, verbrauchen leer aber genauso viel Platz wie voll. Nestbare Körbe verjüngen sich nach unten und schieben sich leer ineinander, wodurch fünf Körbe kaum mehr Raum brauchen als zwei. Beladen lassen sie sich dafür nicht sicher stapeln.
Die Zwischenlösung ist der Drehstapelbehälter. Er wird um 180 Grad gedreht aufgesetzt und sitzt dann auf dem Rand, in der anderen Ausrichtung nestet er. Für den Haushalt ist das meist die praktischste Bauform, weil Sie im Keller stapeln und danach flach lagern können. Was auf einem Kellerregal steht, sollte ohnehin in ein Rastermaß passen, sonst verschenken Sie Fachtiefe.
MerkeTragen Sie schwere Körbe mit beiden Händen dicht am Körper und mit geradem Rücken, statt sie einseitig an einem Griff seitlich zu schleppen. Ein Korb mit zwei gegenüberliegenden Griffen zwingt Sie in diese Haltung, ein Korb mit einem einzelnen Bügelgriff nicht. Für Treppen ist die zweigriffige Bauform daher die bessere Wahl, auch wenn sie im Regal breiter aufträgt.
Wie reinigen Sie einen Haushaltskorb?
Nach Material getrennt. Glatte Kunststoffkörbe aus Polypropylen sind die einfachste Variante: heißes Wasser mit Spülmittel, Bürste, abspülen, trocknen lassen. Da PP je nach Rezeptur bis etwa 70 bis 80 Grad Celsius beständig ist, verträgt es auch heißes Wasser aus dem Hahn. Wo Lebensmittel transportiert werden, achten Sie auf eine Kennzeichnung zur Lebensmitteleignung, meist das Glas-Gabel-Symbol. Was danach in einem Korb gelagert wird, gehört trocken hinein, sonst schlägt sich unter dem Korb Kondenswasser nieder.
Weide und Rattan werden nur nebelfeucht abgewischt, weil das Geflecht bei Nässe quillt und beim Trocknen reißt. Staub holen Sie mit einem weichen Pinsel oder der Bürstendüse des Staubsaugers aus den Zwischenräumen. Verzinkte Drahtkörbe wischen Sie ab und trocknen sie danach, damit sich an Beschädigungen der Beschichtung kein Rost bildet. Textile Körbe folgen dem Pflegeetikett, häufig ist nur Handwäsche zulässig. Kontrollieren Sie bei allen Materialien einmal jährlich die Griffe, denn dort kündigt sich der Ausfall an.
