Wenn die Augen schlechter werden – was tun bei Sehschwäche? Gesundheitsrisiken im Haushalt vermeiden

„My home is my castle“: Wenn wir uns in den eigenen vier Wänden aufhalten, fühlen wir uns meist vollkommen sicher und geborgen. Tatsächlich kommen Menschen – rein statistisch gesehen – im Zuhause jedoch deutlich häufiger zu Schäden als beispielsweise im Straßenverkehr. Das liegt unter anderem daran, dass oft gar nicht bekannt ist, wo mögliche Gesundheitsgefahren lauern. Wenn wir erst einmal wissen, was die potentiellen Risiken sind, lassen sich diese aber zum Glück recht einfach vermeiden. Drei davon verraten wir hier.

Achtung Hausstaub!

Hausstaub gibt es vermutlich in jeder Wohnung – das lässt sich kaum verhindern. Viele Menschen wissen jedoch nicht, dass sich im Staub ungesunde Chemikalien befinden können. Luftschadstoffe sind meist im Hausstaub konzentriert. Hinzu kommen allergieauslösende Milben, die sich hauptsächlich in Textilien festsetzen. Häufig befinden sich in den unauffälligen durchsichtigen Staubknäulen Phthalate – das sind Weichmacher aus Kunststoffen. Sie stehen im Verdacht, Krebs auslösen zu können und bei Kindern Allergien und Asthma zu begünstigen. Auch andere Stoffe wie Phenole, Flammschutzmittel und perfluorierte Kohlenwasserstoffe können Teil des Hausstaubes sein. Letztere sind besonders giftig und können in höheren Dosen das Hormonsystem aus dem Gleichgewicht bringen sowie das Immunsystem beeinträchtigen.

Viele der Chemikalien kommen durch die Dinge in den Haushalt, die wir tagtäglich benutzen: Reinigungsmittel, Kosmetik und Kunststoff. Durch den Hausstaub, den wir über die Atemluft und die Haut aufnehmen können, gelangen sie in den Körper. Leider hilft es dabei wenig, den Staub mit chemischen Reinigern zu bekämpfen – diese verstärken das Problem nur. Auch Staubwedel sorgen eher dafür, dass der Staub zusätzlich aufgewühlt wird. Besser ist es daher, sich einen guten Staubsauger zuzulegen und öfter einmal feucht zu wischen. Für einen gesünderen Schlaf ist es außerdem ratsam, sich einen Milbenbezug für das Bett zu besorgen. Der Kot von Milben, die in jedem Haushalt zu finden sind, kann nämlich allergische Reaktionen auslösen.

Die richtige Beleuchtung

Oft hört man, dass es schädlich sei, spätabends noch auf einen Bildschirm zu schauen. Das blaue Licht führt dazu, dass die Melatonin-Produktion des Körpers gehemmt wird, da dieser sozusagen denkt, dass es noch Tag ist. In der Folge fällt das Einschlafen schwerer und der eigene Rhythmus gerät aus dem Gleichgewicht. Allerdings sollte man auch das andere Extrem vermeiden: Bei viel zu schwacher Beleuchtung oder gar bei Kerzenlicht im Dunkeln ein Buch zu lesen. Dadurch werden nämlich die Augen überanstrengt und es kann langfristig zu Kurzsichtigkeit kommen. Auch Alterssichtigkeit, die man im Fachjargon als Presbyopie bezeichnet, tritt möglicherweise früher im Leben auf, wenn man sich schlecht um die Gesundheit seiner Augen kümmert. Die Presbyopie kann zwar durch eine Lesebrille ausgeglichen werden, wer jedoch darauf achtet, stets für ausreichende Beleuchtung zu sorgen, bleibt möglicherweise ein paar Jahre länger von ihr verschont. Wenn du also am Abend noch am Schreibtisch sitzt oder ein Buch liest, dann ist es optimal, stets für zwei Lichtquellen zu sorgen: Eine große, die den gesamten Raum erhellt sowie eine kleinere, hellere für den konkreten Ort, an dem du dich aufhältst.

Vorsicht beim Putzen

Jeder möchte vermutlich in einem sauberen und aufgeräumten Haushalt leben. Doch das Saubermachen birgt gleich eine Reihe von gesundheitlichen Risiken. Zum einen kann es passieren, dass man beim Versuch, höherliegende Flächen zu erreichen, ausrutscht oder vom Stuhl fällt. In diesem Fall ist es ratsam, eine standfeste Haushaltsleiter zu nutzen. Diese bietet Stabilität und Halt, wenn man Schrankoberseiten, Lampenschirme oder hohe Regale erreichen möchte. Zum anderen enthalten chemische Putzmittel oft Inhaltsstoffe, die die Gesundheit belasten. Diese reizen beispielsweise die Schleimhäute, wenn sie eingeatmet werden. Auch auf die Haut haben sie mitunter eine ätzende Wirkung. Man geht davon aus, dass Aerosole aus Putzmitteln, die in die Luft gelangen, sogar die Luftqualität negativ beeinträchtigen können. Bei regelmäßigem Einsatz der Mittel sei die Schadstoffbelastung in der Raumluft vergleichbar mit dem Einatmen von Autoabgasen.

Optimal ist es daher, Mittel zu nutzen, die Gesundheit und die Umwelt möglichst wenig belasten. Denn auch die Natur leidet unter den chemischen Reinigungsmitteln, die durch den Abfluss ins Grundwasser gelangen. Um das zu vermeiden, könntest du zum Beispiel Reinigungsmittel aus Hausmitteln selbst herstellen. Essigreiniger ist günstig, schonend zur Umwelt und gleichzeitig effektiv. Für einen selbstgemachten Essigreiniger mischst du einfach Essigessenz und Wasser in einem Verhältnis von Zwei zu Eins. Anschließend kannst du einige Tropfen ätherischen Öls hinzugeben, um dem Reiniger einen angenehmen Duft zu verleihen.