Das Licht geht an, wenn die Katze über die Terrasse läuft, und bleibt dunkel, wenn Sie mit vollen Einkaufstüten vor der Tür stehen. Bewegungsmelder gelten schnell als kaputt, sind es aber selten. In der überwiegenden Zahl der Fälle stimmen Ausrichtung, Empfindlichkeit oder Dämmerungsschwelle nicht, oder eine Wärmequelle steht im Bild. Das lässt sich alles von außen prüfen, ohne das Gehäuse zu öffnen und ohne an Klemmen zu fassen.

Wie erkennt ein Bewegungsmelder überhaupt eine Bewegung?
Der übliche Typ heißt PIR, also passiv infrarot. Er sendet nichts aus, sondern misst nur. Vor dem Sensor sitzt eine Fresnel-Linse, die den Erfassungsbereich in viele kleine Segmente zerlegt. Wandert eine Wärmequelle von einem Segment ins nächste, ändert sich die einfallende Infrarotstrahlung sprunghaft, und der Melder schaltet. Genau daraus folgt eine Regel, die viele Fehlfunktionen erklärt: Eine Bewegung quer zur Blickrichtung wird am besten erkannt, weil sie viele Segmente nacheinander durchläuft. Wer dagegen frontal auf den Melder zugeht, bleibt lange im selben Segment und wird erst spät erfasst.
Melder gibt es mit Erfassungswinkeln von 90 bis 360 Grad. Für Außenwände sind Modelle mit 180 oder 240 Grad üblich, für Decken die Rundumvariante. Als Montagehöhe im Außenbereich wird eine Höhe ab 2 Metern empfohlen, gängig sind etwa 2,50 Meter. Zu tief montiert erfasst der Melder jede Katze, zu hoch montiert schrumpft die Reichweite am Boden.
Daneben gibt es Hochfrequenz- oder Radarmelder. Die arbeiten aktiv und durchdringen dünne Materialien wie Glas und Holz. Das ist im Treppenhaus praktisch und an einer Grundstücksgrenze ein Problem, weil der Melder dann auch Bewegungen hinter einer Wand oder einem Sichtschutz registriert.
| Symptom | Wahrscheinlichste Ursache | Prüfung von außen |
|---|---|---|
| Schaltet tagsüber, nachts nicht | Dämmerungsschwelle zu niedrig eingestellt | LUX-Regler Richtung Mondsymbol drehen und abends erneut testen |
| Schaltet nie, auch nicht im Dunkeln | Keine Spannung, Sicherung gefallen oder Melder auf Aus | Sicherung im Verteiler ansehen, Betriebsartenschalter prüfen |
| Licht bleibt dauerhaft an | Wärmequelle im Erfassungsbereich | Abdecktest mit einem Stück Pappe |
| Licht geht nach dem Ausschalten nicht ganz aus | Reststrom lässt LED nachglimmen | Beobachten und dem Fachbetrieb melden, Abhilfe ist ein Zusatzrelais |
| Erfasst erst direkt vor der Tür | Frontale Annäherung, ungünstige Blickrichtung | Melder so drehen, dass der Weg quer durch den Erfassungsbereich führt |
| Schaltet bei Wind ohne Anlass | Von der Sonne erwärmte Äste und Blätter im Bild | Zweig zurückschneiden oder Bereich mit Blende ausblenden |
| Reichweite deutlich kürzer als früher | Verschmutzte Linse, Spinnweben, Insekten | Linse mit weichem feuchtem Tuch abwischen |
| Nachbarbewegungen lösen aus | Hochfrequenzmelder durchdringt Sichtschutz und Glas | Empfindlichkeit senken oder auf PIR wechseln |
Warum geht das Licht nicht mehr aus?
Das ist die häufigste Beschwerde, und sie hat meist eine banale Ursache. Der Hersteller Gira nennt als Erstes eine Wärmequelle im Erfassungsbereich und empfiehlt einen Test, der ohne Werkzeug auskommt: Decken Sie alle Melder der Anlage ab. Schaltet das Licht danach nach der eingestellten Nachlaufzeit ab, wird ein Melder von einer Wärmequelle immer wieder angestoßen. Bleibt es trotz abgedeckter Melder an, liegt der Fehler in der Elektrik, und dann ist der Elektrofachbetrieb zuständig.
Typische Wärmequellen sind schnell gefunden, wenn man einmal gezielt hinsieht. Ein Lüftungsauslass, das Außengerät einer Wärmepumpe, ein Abgasrohr, eine gerade abgestellte Motorhaube, eine von der Nachmittagssonne aufgeheizte Hauswand oder eine Mülltonne, die sich im Tagesverlauf erwärmt und abends abkühlt. Auch Wäsche auf der Leine erzeugt bei Wind wechselnde Temperaturbilder. Marder, Katzen und Igel tun ihr Übriges.
Eine zweite Ursache betrifft nur LED-Leuchten. Sparsame Leuchtmittel glimmen nach, wenn über den Melder ein sehr kleiner Reststrom fließt. Das Licht ist dann nicht wirklich an, sondern nur schwach. Abhilfe schafft ein zusätzliches Relais zwischen Melder und Leuchte, dessen Einbau in die Hände einer Fachkraft gehört.
MerkeDer Abdecktest trennt zwei Welten voneinander. Verschwindet das Dauerlicht, sobald die Melder zugedeckt sind, liegt es an der Umgebung und Sie können es selbst lösen. Bleibt es an, liegt es an der Installation. Der Test dauert weniger als die eingestellte Nachlaufzeit plus eine Minute.
Welche drei Regler hat fast jeder Bewegungsmelder?
Unter der Blende oder an der Unterseite sitzen meist drei kleine Drehregler. Sie sind mit Symbolen beschriftet und lassen sich mit einem Schlitzschraubendreher verstellen, ohne dass ein Gehäuse geöffnet wird. Verstellen Sie immer nur einen Regler und testen Sie danach.
- LUX einstellen. Der Regler mit Sonne und Mond bestimmt die Helligkeitsschwelle. Sonne bedeutet, der Melder schaltet auch bei Tageslicht, Mond bedeutet erst bei Dunkelheit.
- Abends nachjustieren. Stellen Sie den LUX-Wert bei der Helligkeit ein, ab der das Licht angehen soll. Tagsüber lässt sich das nicht sinnvoll beurteilen.
- TIME wählen. Die Nachlaufzeit reicht je nach Gerät von einigen Sekunden bis zu mehreren Minuten. Für einen Hauseingang genügen meist ein bis zwei Minuten.
- SENS zurücknehmen. Die Empfindlichkeit stellen Sie zunächst moderat ein und erhöhen sie nur, wenn Bewegungen tatsächlich übersehen werden.
- Erfassungsbereich abgehen. Laufen Sie den Bereich einmal quer und einmal frontal ab und merken Sie sich, wo der Melder anspricht.
- Melder ausrichten. Kippen und drehen Sie den Kopf so, dass der übliche Weg quer durch das Blickfeld führt und nicht auf den Melder zu.
- Störbereiche ausblenden. Viele Melder liegen Abdeckblenden bei, die auf die Linse geklebt oder gesteckt werden. Ersatzweise tun schmale Streifen Isolierband denselben Dienst.
- Linse reinigen. Ein weiches, leicht feuchtes Tuch genügt. Keine Lösemittel, sie machen den Kunststoff trüb.
- Testmodus nutzen. Manche Geräte haben eine Stellung, in der die Nachlaufzeit auf wenige Sekunden verkürzt ist. Das spart bei der Einstellung viel Zeit.
- Ergebnis notieren. Schreiben Sie sich auf, welche Position welchen Effekt hatte. Nach dem dritten Verstellen weiß sonst niemand mehr, wo der Ausgangspunkt war.

Was können Sie sonst noch selbst tun?
Einiges, und zwar ohne jeden Eingriff in die Elektrik. Die folgenden Punkte lösen in der Praxis die meisten Beschwerden.
- Freischneiden: Ein Zweig, der bei Wind ins Bild schwingt und tagsüber von der Sonne erwärmt wurde, ist ein Dauerauslöser. Schneiden Sie ihn zurück.
- Fremdlicht bedenken: Eine Straßenlaterne bringt am Boden schon rund 15 Lux. Bleibt die Umgebung dauerhaft über der eingestellten Schwelle, schaltet der Melder nachts nie ein.
- Spinnweben entfernen: Insekten sitzen gern direkt vor der Linse, weil dort Wärme abstrahlt. Wischen Sie den Kopf im Frühjahr und im Herbst ab.
- Blickrichtung ändern: Ein Melder, der auf die Einfahrt zeigt, sieht auch jedes vorbeifahrende Auto. Ein paar Grad zur Seite genügen oft schon.
- Wärmequellen umstellen: Mülltonne, Grill oder Wäschespinne lassen sich meist leichter versetzen als der Melder.
- Betriebsart prüfen: Viele Modelle kennen neben dem Automatikbetrieb eine Dauerlichtstellung, die über ein doppeltes Betätigen des Lichtschalters aktiviert wird. Nach einem Stromausfall bleibt sie manchmal hängen.
Kommt die Beleuchtung selbst nicht in Gang, obwohl der Melder hörbar schaltet, liegt der Fehler bei der Leuchte. Wie Sie das eingrenzen, steht im Ratgeber zum Reparieren von defekten Gartenleuchten.
Wo endet die Selbsthilfe?
An der Klemmenabdeckung. Ein Bewegungsmelder in fester Installation hängt am 230-Volt-Netz, und er wird üblicherweise über eine Dauerphase versorgt, damit er auch bei ausgeschaltetem Licht arbeiten kann. Das bedeutet: An den Anschlussklemmen liegt Spannung an, obwohl das Licht dunkel ist. Der Lichtschalter allein macht die Sache nicht sicher.
Vor jeder Prüfung: Sicherung ausschalten, nicht nur das Licht. Alles, was das Öffnen des Gehäuses, das Lösen von Klemmen oder das Abnehmen des Melders von der Wand erfordern würde, gehört zur Elektrofachkraft. Nach Paragraf 13 der Niederspannungsanschlussverordnung sind Arbeiten an der ans Netz angeschlossenen Anlage einem im Installateurverzeichnis eingetragenen Betrieb vorbehalten. Ein falsch angeklemmter oder unsauber verschlossener Außenmelder verliert seine Schutzart und wird nach dem nächsten Regen zur Fehlerquelle.
Erlaubt bleibt alles, was von außen zugänglich ist: die drei Regler, die Ausrichtung des Kopfes, das Aufkleben von Abdeckblenden, das Reinigen der Linse und das Umstellen von Wärmequellen. Wer neu montieren will, findet die Planungsgrundlagen in der Anleitung zum Anbringen von Bewegungsmeldern und Außenbeleuchtung.
Reparieren oder ersetzen?
Ein Bewegungsmelder ist ein Bauteil ohne Verschleißteile im klassischen Sinn. Was ausfällt, ist meist das Schaltrelais nach vielen Jahren oder die Elektronik nach einem Blitzereignis in der Nähe. Beides lässt sich nicht sinnvoll einzeln tauschen, weil die Bauteile auf der Platine sitzen und das Gehäuse in aller Regel verschraubt und vergossen ist. Der Austausch des ganzen Melders ist dann der praktikable Weg, und die Arbeitszeit dafür ist kurz, weil die Leitung bereits liegt.
Für die Kostenfrage gilt: Der Materialpreis eines einfachen Außenmelders liegt deutlich unter dem Aufwand für Anfahrt und Fehlersuche eines Fachbetriebs. Wenn ohnehin ein Termin ansteht, lohnt es sich, gleich mehrere Punkte zusammenzufassen, etwa eine zusätzliche Leuchte oder ein Relais gegen das Nachglimmen. Die gesetzliche Gewährleistung beträgt 24 Monate ab Übergabe und richtet sich gegen den Verkäufer, in den ersten 12 Monaten mit umgekehrter Beweislast zu Ihren Gunsten. Eine Herstellergarantie ist freiwillig und entfällt in aller Regel, sobald das Gehäuse geöffnet wurde. Bevor Sie einen neuen Melder bestellen, notieren Sie Erfassungswinkel, Reichweite und Montagehöhe des alten Geräts, sonst passt der Erfassungsbereich am Ende nicht zum Grundriss. Wie die Leuchte selbst dazu passen muss, behandelt der Beitrag zum Anbringen von Außenleuchten.
