Gold – Wertanlage in Zeiten niedriger Zinsen

Gold ist eigentlich ein chemisches Element, zählt zu den Edelmetallen und übt bis heute eine große Faszination auf die Menschen aus. Gold wird seit ewigen Zeiten als internationales Zahlungsmittel und als Schmuck benutzt, immer größer wird seine Bedeutung als Währungsreserve und Wertanlage.

Auf diesem Ratgeber-Portal beschreiben wir Herkunft, Vorkommen und Bedeutung des Goldes im Verlaufe der Geschichte, wir gehen näher auf seine Funktion als Wertanlage ein und stellen die Vorteile gegenüber anderen Anlagemitteln vor.

Gold mit seinen Funktionen früher und heute

Gold ist das chemische Element mit dem Symbol Au (vom Lateinischen Aurum). Es zählt zu den Edelmetallen und ist neben Kupfer eines der wenigen farbigen Metalle, die es gibt. Gold wird seit tausenden Jahren als Schmuck und seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. als Zahlungsmittel in Form von Münzen eingesetzt.

Gold wird heutzutage bergmännisch gewonnen, es gibt weltweit fast 20.000 nachgewiesene Fundstellen des Edelmetalls. Fast die Hälfte des Goldes, das heute abgebaut wird, stammt aus Südafrika, den USA, Australien und Russland.

Inzwischen werden etwa dreiviertel des Goldvorkommens zu Schmuck und weitere 12 % in der Industrie, beispielsweise für Elektronik, Optik oder Medizin) verarbeitet. Nur der kleine Rest wird als Währungsreserve und Wertanlage gelagert und gehandelt.

Experten schätzen, dass weltweit bisher etwa 155.000 Tonnen Gold geschürft wurden. Etwa ein Fünftel davon (knapp 30.000 Tonnen) gehören Währungs-Institutionen und Zentralbanken. Die größten Goldbesitzer sind die USA, Deutschland, Frankreich und der Internationale Währungsfond. Rund 50 % des Gesamt-Vorkommens sind zu Schmuck verarbeitet, gut 10 % stecken in Kunstgegenständen und gut 15 % befinden sich in Privatbesitz in Form von Barren und Münzen – Tendenz steigend.

Gold in Form von Barren oder Münzen ist ein internationales Zahlungsmittel und wird von Zentralbanken als Währungsreserve gelagert, auch wenn Währungen inzwischen nicht mehr durch Goldreserven gedeckt sind.

Vorteile des Edelmetalls Gold aus Anlegersicht

Viele Privatanleger sind in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verunsichert, welche Vermögensanlage die richtige ist. Viele Kenner raten zu Gold, auch weil es als krisensicher und werterhaltend gilt. Langfristig wird dem Gold sogar noch eine ordentliche Kurssteigerung vorhergesagt. Das hat Gründe: So hatte die Schmuckindustrie in den Jahren vor der Weltwirtschaftskrise über 70 % des Edelmetalls für sich beansprucht und dann ist der Markt weitgehend zusammengebrochen, weil die Schmuckindustrie insgesamt brach lag. Zugleich stieg die Nachfrage der privaten Anleger. Der Nachfrageeinbruch der Schmuckindustrie dürfte bald von den privaten Nachfragern wettgemacht worden sein.

Der Internationale Währungsfond sowie viele Zentralbanken verkaufen derzeit viel Gold auf dem Weltmarkt. Institutionelle Anleger halten sich noch zurück, werden aber nach Ansicht von Experten bald auch wieder stärker in Gold investieren. All dies dürfte dazu führen, dass der Preis für Gold steigen wird.

Neben dem – immer auch spekulativen und unsicheren – Investment in Gold gibt es weitere Gründe, sich auch als Privatanleger für dieses Edelmetall zu interessieren und sich nach guter Recherche beziehungsweise Beratung für eine Investition zu entscheiden. Zu diesen generellen Vorteilen, sei es psychologischer oder sei es handfester Art, gehören unter anderen: Gold ist legendär und etwas Besonderes. Die Nachfrage nach Gold wird voraussichtlich steigen und damit auch der Preis. Gold ist inflationssicher und verliert nie seinen inneren Wert. Das ist bei anderen Finanzanlagen wie Währungen, Aktien und Wertpapieren anders. Gold ist im Gegensatz zu anderen Gütern beständig auch bei Kriegen, Unruhen oder Katastrophen. Gold gilt zudem als einzige wirkliche internationale Währung, weil es immer greifbar und liquide ist.

Wer sich also für diese Art der Finanzanlage interessiert, sollte sich zunächst ausgiebig damit beschäftigen. Denn natürlich will auch eine Investition in Gold gut überlegt sein. Nicht für jeden Anleger ist es die richtige Form der Investition. Meist ist eine Mischung aus unterschiedlichen Anlagegütern die richtige Wahl. Ob und wie viel Gold dazu gehört, müssen Interessenten gemeinsam mit Fachleuten heurausfinden.

Nachteile des Edelmetalls Gold

Bei allen Vorteilen ist natürlich auch beim Gold „nicht alles Gold was glänzt“. Denn als Geldanlage ist es zwar durchaus geeignet, Experten warnen aber davor, ausschließlich oder hauptsächlich auf Gold zu setzen. Denn Gold unterliegt Kursschwankungen, die auch nach unten gehen können. Zumal der Goldkurs in den vergangenen Jahren kontinuierlich nach oben gestiegen ist.

Zwar erwarten viele Fachleute langfristig weitere Goldkurs-Steigerungen, dennoch sind auch Bewegungen nach unten möglich. Dies scheint nicht allen Anlegern bewusst zu sein. Eine Rendite in Form von Zinsen wie bei anderen Geldanlageformen gibt es zudem beim Gold nicht.

Ein weiterer Nachteil sind die Größe, Beschaffenheit und das Gewicht von Gold. Anschaffung und Lagerung sind ungleich schwieriger als etwa ein normales Aktiendepot. Die Lagerung von Gold zu Hause ist riskant, weil es bei einem eventuellen Einbruch ein begehrtes Objekt sein dürfte. Die Lagerung in einem Schließfach kostet Geld.

Wer nur etwas Gold anlegen möchte, kann und sollte deshalb ein kostenloses Goldkonto einrichten oder einen Goldsparplan, in den monatlich eine bestimmte Summe einbezahlt wird.

Gold als Werteanlage

Gold in Form von Barren oder Münzen ist ein internationales Zahlungsmittel und wird von Zentralbanken als Währungsreserve gelagert, auch wenn Währungen inzwischen nicht mehr durch Goldreserven gedeckt sind.

Das Edelmetall wird weltweit als krisensichere Geldanlage gesehen. Zwar gibt es bei Gold keine Zinsen, es wird aber allgemein von einem Werterhalt und sogar von einer Wertsteigerung ausgegangen.

Der Preis für Gold bestimmt sich auf dem offenen Markt, in der Geldmetropole London im London Bullion Market wird er täglich fixiert. Einfluss auf den Preis haben die großen Zentralbanken und Goldminen-Gesellschaften, die sehr viele Goldreserven besitzen. Wenn der Preis sinken soll, wird Gold verliehen beziehungsweise verkauft oder die Produktion gesteigert. Wenn der Preis steigen soll, erwerben die Zentralbanken Gold oder die Produktion wird gedrosselt. Allerdings ist diese Marktmacht eingeschränkt, weil die Zentralbanken weltweit „nur“ etwa ein Fünftel des Goldvorkommens besitzen. Es gibt natürlich noch weitere Einflüsse, die den Goldpreis mitbestimmen: Der Kurs des US-Dollars, mit dem das Gold gehandelt wird gehört ebenso dazu wie der Ölpreis.

Gold wird standardisiert an den Rohstoffbörsen der Welt gehandelt. Üblicherweise wird eine Unze Gold ausgewiesen, das sind 31,1 Gramm. Eine Unze Gold kostete 2008 erstmals über 1000 US-Dollar. Ende 2010 lag der Preis bei 1370 US-Dollar pro Unze.

Auch heute noch – wie bereits in den vergangenen Jahrzehnten – ist der Goldkurs ein wichtiger Anzeiger für Inflation und Krisen. Angebot und Nachfrage schwanken stark. In konjunkturell schwierigen Zeiten fragen Privatinvestoren wegen der Sicherheit des Goldes stärker nach, in besseren Zeiten ist es verstärkt die Schmuckindustrie.

Der Reinheitsgrad von Gold wird in Karat angegeben. 24-Gold ist reines Gold, auch Feingold genannt. Inzwischen wird der Reinheitsgrad in Promilleangaben angegeben. Ein Stempel mit 750 zum Beispiel besagt, dass von 1000 Gewichtsanteilen 750 reines Gold sind, also 75 %. Das entspricht 18 Karat. Barrengold wird – ebenso wie Goldmünzen – vorwiegend von privaten Anlegern gekauft.

Goldanlage

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