Wimperntusche landet selten dort, wo man sie bemerkt: auf dem Kissenbezug, auf dem hellen Handtuch, auf dem Ärmel beim Augenreiben. Und sie ist schwarz, was jeden Rest sichtbar macht.
Wie schwierig der Fleck wird, hängt an einer einzigen Produkteigenschaft. Normale Mascara ist wasserbasiert und relativ zugänglich. Wasserfeste Mascara enthält Wachse und Silikone, die genau dafür gemacht sind, Wasser zu widerstehen, und die halten auf Textilien ebenso zuverlässig wie auf Wimpern.
Erst antrocknen lassen
Der wichtigste Schritt ist ein Nichtstun. Frische, feuchte Mascara verschmiert bei jedem Wischversuch auf die mehrfache Fläche. Lassen Sie den Fleck deshalb vollständig antrocknen und heben Sie dann ab, was sich trocken lösen lässt.
- Antrocknen lassen, nicht wischen, nicht anfeuchten.
- Trocken abbürsten, mit einer weichen Bürste oder dem Fingernagel über die Faserrichtung.
- Saugfähiges Tuch unterlegen.
- Mittel nach Produktart wählen (siehe unten) und von außen nach innen tupfen.
- Mit lauwarmem Wasser ausspülen und bei Bedarf wiederholen.
- Waschen und feucht kontrollieren.
Welches Mittel für welche Mascara?
| Produkt | Zusammensetzung | Geeignetes Mittel |
|---|---|---|
| Normale Mascara | wasserbasiert, Pigment | Mizellenwasser, Gallseife, mildes Waschmittel |
| Wasserfeste Mascara | Wachse, Silikone, Pigment | Rasierschaum, Augen-Make-up-Entferner auf Ölbasis |
| Faserverlängernde Mascara | zusätzlich Nylonfasern | erst trocken abbürsten, dann wie wasserfest |
| Braune oder farbige Mascara | geringere Pigmentdichte | wie normal, meist leichter |
MerkeDer Augen-Make-up-Entferner, der die Tusche von den Wimpern löst, löst sie auch aus dem Gewebe. Er ist genau für diese Kombination aus Wachs und Pigment entwickelt und steht meist ohnehin im Bad. Ein Tropfen auf ein Wattepad reicht.
Rasierschaum bei wasserfester Mascara
Rasierschaum ist die zuverlässigste Hausmittelvariante für wasserfeste Produkte, weil er Tenside enthält und lange auf der Stelle bleibt, ohne zu verlaufen. Tragen Sie ihn großzügig auf, lassen Sie ihn rund zehn Minuten einwirken und tupfen Sie ihn dann mit einem sauberen Tuch ab.
Bei starken Flecken wiederholen Sie den Vorgang, statt kräftiger zu reiben. Schwarze Pigmente lassen sich durch Reiben besonders leicht in die Faser einarbeiten und sind dann kaum noch zu entfernen.
Kissenbezug, Handtuch und Waschlappen
An diesen drei Stellen entsteht selten ein einzelner Fleck, sondern über Wochen ein grauer Gesamtschleier aus Mascara-, Eyeliner- und Cremeresten. Punktuelle Behandlung greift hier zu kurz.
- Einweichbad mit Sauerstoffbleiche für weiße Baumwolle, mehrere Stunden.
- Gallseife im Waschgang als Zusatz bei bunten Textilien.
- Höhere Waschtemperatur, sobald keine sichtbaren Einzelflecken mehr da sind, gegen den Fettanteil.
- Dunkle Kissenbezüge für die Abschminkroutine, das löst das Problem praktisch statt chemisch.
Was Sie vermeiden sollten
- Feuchte Mascara wischen. Der sicherste Weg, aus einem Punkt einen Streifen zu machen.
- Reiben statt tupfen. Schwarzes Pigment wandert dabei tief in die Faser.
- Nagellackentferner. Aceton greift viele Kunstfasern an.
- Trocknen ohne Kontrolle. Die Hitze fixiert jeden verbliebenen Rest.
- Bleiche auf Buntem gegen die verbliebene Graufärbung, sie hinterlässt helle Stellen.
Die übrigen Kosmetikprodukte behandelt der Ratgeber zu Make-up-Flecken, die Systematik dahinter die Übersicht zu den vier Fleckenarten. Für den Wachsanteil gelten dieselben Regeln wie bei Fettflecken.
