Winterharte Exoten von Zone 6 bis 8: Die Datenbank im Überblick

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Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland liegt überwiegend in den Winterhärtezonen 6b bis 8b. Der Deutsche Wetterdienst rechnet dafür mit mittleren absoluten Minima von -20,4 Grad Celsius in Zone 6b bis -6,7 Grad Celsius in Zone 8b.
  • Die Zonenzahl beschreibt nur die durchschnittlich kälteste Lufttemperatur. Frostdauer, Wintersonne, Bodennässe und das Alter der Pflanze entscheiden im Beet oft deutlicher über das Überleben.
  • Die Tabelle listet rund 60 Arten von Zone 6 bis 8 mit Frostgrenze, Wuchshöhe und Standortanspruch. Es sind Erfahrungswerte aus Freilandversuchen, keine Garantie.
  • Winterschutz muss luftdurchlässig sein. Vlies, Jute, Reisig und Laub sind geeignet, Folie ist es nicht, weil sich darunter Kondenswasser sammelt.
  • Nässeempfindliche Arten wie Yucca rostrata, Agaven und Chollas brauchen weniger Kälteschutz als Regenschutz. Eine tiefgründige Drainage bringt hier mehr als jede Abdeckung.
Winterharte Exoten von Zone 6 bis 8: Die Datenbank im Überblick
Bild: KI generiert

Diese Datenbank sammelt Erfahrungswerte zur Winterhärte exotischer Pflanzen in Mitteleuropa. Sie gibt einen Anhaltspunkt, keine Garantie. Ob eine bestimmte Pflanze an einer bestimmten Stelle den Winter übersteht, hängt an mehr als der Temperatur: an der Dauer des Frostes, an Wind, Standort, Luft- und Bodenfeuchtigkeit, Bodenbeschaffenheit, Pflanzzeitpunkt, Mikroklima und am Alter der Pflanze. Die folgenden Angaben stammen aus Freilandversuchen von Liebhabern und aus Herkunftsangaben, nicht aus normierten Prüfungen.

Winterharte Exoten mit Raureif in einem mitteleuropaeischen Garten
Bild: KI generiert

Was sagt eine Winterhärtezone aus, und was nicht?

Die Zone beschreibt eine einzige Größe: das mittlere absolute Minimum der Lufttemperatur, also die durchschnittlich kälteste Temperatur eines Jahres. Der Deutsche Wetterdienst berechnet die Karte aus seinem Stationsmessnetz und weist selbst darauf hin, dass nicht für jede klimatisch begünstigte Region Messwerte vorliegen und Bergstationen unterrepräsentiert sind. Die Karte für Mitteleuropa geht auf Heinze und Schreiber aus dem Jahr 1984 zurück und wurde 2015 neu berechnet, teils mit einer Korrektur um eine ganze Zone nach oben.

ZoneMittleres jährliches MinimumVorkommen in Deutschland
5b-26,0 bis -23,4 Grad CelsiusNur Hochlagen der Alpen
6a-23,3 bis -20,5 Grad CelsiusHöhenlagen, Alpenvorland
6b-20,4 bis -17,8 Grad CelsiusMittelgebirge, kalte Beckenlagen
7a-17,7 bis -15,0 Grad CelsiusWeite Teile Südostdeutschlands
7b-14,9 bis -12,3 Grad CelsiusÜbergangslagen
8a-12,2 bis -9,5 Grad CelsiusGrößter Teil Deutschlands
8b-9,4 bis -6,7 Grad CelsiusNordwesten, Oberrheingraben
9a-6,6 bis -3,9 Grad CelsiusIn Deutschland praktisch nicht

Wichtiger als die Karte ist das Mikroklima. Der Unterschied zwischen einem freistehenden Beet und einer geschützten Südwand kann eine volle Zone betragen. Innerhalb eines Gartens gibt es damit gleichzeitig Stellen, an denen eine Zone-8-Pflanze überlebt, und Stellen, an denen sie es nicht tut.

Datenbank: Winterharte Exoten von Zone 6 bis 8

Die Tabelle ist nach Zone sortiert, von hart nach empfindlich. Die Frostgrenze nennt den Bereich, in dem in Versuchen Schäden auftraten. Wo die Quelle keine Wuchshöhe angibt, steht das ausdrücklich da, statt einen Wert zu schätzen.

Wissenschaftlicher NameTrivialnameZoneFrostgrenzeWuchshöheStandort und Winterschutz
Kniphofia uvariaFackellilie5-26 bis -29 GradStaudeSonnig, trockenheitsverträglich, kein Schutz nötig
Opuntia imbricataBaum-Cholla6-22 bis -25 Gradbis 250 ZentimeterGrößte in Mitteleuropa auspflanzbare Kaktusart, Nässeschutz je nach Herkunft
Opuntia whippleiWhipples Cholla6bis -22 Gradbis 120 ZentimeterAnspruchslos, meist ohne Winterschutz
Cistus laurifoliusLorbeer-Zistrose6-21 bis -25 GradStrauchWinterhärteste Zistrose, auch für kalte Regionen
Ceratostigma plumbagoidesBleiwurz6-21 bis -23 GradBodendeckerLaubabwerfend, blaue Blüte im Hochsommer
Albizia julibrissinSeiden-Akazie6-20 bis -23 GradBaum mit SchirmkroneJungpflanzen im Topf halten, sie erfroren im Versuch schon bei -8 Grad
Paulownia tomentosaBlauglöckchenbaum6-19 bis -24 GradBaumSehr große Blätter, blaue Blüte
Poncirus trifoliataBitterorange6-19 bis -23 GradStrauch, laubabwerfendIn Versuchen ohne Frostschäden
Chimonanthus praecoxWinterblüte6-19 bis -23 GradStrauchGeschützter Standort, duftende Winterblüte
Ceanothus x delilianus 'Gloire de Versailles'Blausäckel6-19 bis -23 GradStrauchHärtester Blausäckel, laubabwerfend
Shibataea kumasasaZwergbambus6-19 bis -23 GradBodendeckerKleiner Bambus für flächige Pflanzung
Hibiscus moscheutosRiesenhibiskus6-18 bis -20 Gradbis 180 ZentimeterBlüte ab Anfang August, zieht im Winter ein
Cercis siliquastrumJudasbaum6-17 bis -23 GradBaumBlüte im April, teils direkt am Stamm
Eryngium agavifoliumMannstreu6-15 bis -23 GradStaude, immergrünAgavenähnlicher Wuchs, sehr hart
Ficus carica 'Brown Turkey'Feigenbaum6-14 bis -23 Gradmeist StrauchFruchttragende Sorte, in Mitteleuropa selten baumförmig
Trachycarpus fortuneiHanfpalme6-13 bis -21 GradPalme mit StammHärteste verbreitete Freilandpalme
Musa basjooJapanische Faserbanane6-12 bis -25 GradStaudeNur mit dicker Mulchschicht über dem Rhizom
Crinum x powelliiHakenlilie6-12 bis -23 GradStaudeMit Mulch auch in kalten Regionen auspflanzbar
Asimina trilobaPawpaw6 bis 7bis -25 GradStrauch bis kleiner BaumGroße süße Früchte, tropische Verwandtschaft
Osmanthus x burkwoodiiDuftblüte7-19 bis -22 Gradbis 200 ZentimeterImmergrün, verträgt Halbschatten
Quercus ilexStein-Eiche7-19 bis -22 GradBaumImmergrün, langsam wachsend, in kalten Regionen geschützt stellen
Quercus suberKorkeiche7-19 bis -21 GradBaumImmergrün, dekorative Rinde, nur milde Regionen
Viburnum tinusLorbeer-Schneeball7-19 bis -21 Gradbis 300 ZentimeterImmergrün, blüht im Winter, einfach zu kultivieren
Cunninghamia lanceolataSpießtanne7-19 bis -21 GradBaumImmergrün, langsam wachsend
Choisya ternata 'Aztec Pearl'Orangenblume7-18 bis -21 GradStrauch, immergrünDuftende Blüte, toleriert Halbschatten
Prostanthera cuneataTasmanische Bergminze7-18 bis -22 Gradbis 100 ZentimeterImmergrün, in kalten Regionen mit Schutz
Asphodeline luteaJunkerlilie7-17 bis -23 GradStaudeImmergrünes Blatt, mit Mulch überwintern
Diospyros kakiKakibaum7-17 bis -21 GradBaum, laubabwerfendRobust, gelegentlicher Fruchtansatz
Eriobotrya japonicaWollmispel7-17 bis -21 Gradkleiner BaumSonnig und geschützt, große ornamentale Blätter
Laurus nobilisEchter Lorbeer7-17 bis -21 GradBusch oder BaumAusgewachsene Pflanzen deutlich robuster als junge
Olea europaeaOlivenbaum7-17 bis -21 GradBaumNur in milden Lagen winterhart
Nolina texanaTexas-Nolina7-17 bis -21 GradRosettenpflanzeDrainiertes Beet an warmem Standort
Lavatera thuringiacaBuschmalve7-17 bis -21 Gradbis 200 ZentimeterSonnig, halbimmergrün
Ceratostigma willmottianumBleiwurz7-17 bis -20 GradStrauchBlüte von Sommer bis Herbst, sehr robust
Pleioblastus distichusZwergbambus7-17 bis -21 GradBodendeckerFür flächige Pflanzungen
Pinus pineaMittelmeerpinie7-16 bis -21 GradBaum, schirmförmigIn milden Regionen gut hart
Feijoa sellowianaBrasilianische Guave7-15 bis -21 GradStrauchGeschützter Standort, rot-weiße Blüte
Arbutus unedoErdbeerbaum7-15 bis -18 GradStrauch bis BaumFror im Versuch einmal zurück und trieb wieder aus
Dasylirion wheeleriWheelers Rauhschopf7-13 bis -21 GradRosettenpflanzeToleriert etwas Feuchtigkeit, mildere Gärten
Fatsia japonicaZimmeraralie7-13 bis -23 Gradbis 400 ZentimeterImmergrün, große Blätter, buschig
Camellia japonicaKamelie7-12 bis -23 GradStrauchHalbschattig bis schattig, Jungpflanzen bis etwa 3 Jahre empfindlich
Phyllostachys aureaGoldrohrbambus7-12 bis -20 Gradmittelhoher BambusSchutz vor Wintersonne und austrocknendem Ostwind
Delosperma cooperiMittagsblume7-11 bis -23 GradBodendeckerImmergrün, unbedingt trockener Standort
Sequoiadendron giganteumBerg-Mammutbaum7-10 bis -18 Gradgroßer ParkbaumJungpflanzen bis etwa 3 Jahre mit Wintervlies
Sequoia sempervirensKüsten-Mammutbaum7-10 bis -16 Gradgroßer ParkbaumJungpflanzen bis etwa 4 Jahre im Kalthaus oder mit Vlies
Gunnera tinctoriaMammutblatt7-8 bis -21 Gradbis 200 ZentimeterFeucht und humos, mulchen ratsam
Hedychium gardnerianumZier-Ingwer7-7 bis -21 GradKnollenpflanzeAbdeckung im Winter erforderlich
Yucca rostrataBlaublatt-Yucca7bbis -20 GradStamm bis 400 bis 500 ZentimeterTiefgründige Drainage, Stammbasis bei Dauerregen abdecken
Cistus x purpureusPurpur-Zistrose8-16 bis -17 GradStrauch, immergrünNur für milde Regionen
Nerium oleander 'Villa Romaine'Oleander8-15 bis -17 GradStrauchEiner der härtesten Oleander, bis etwa -15 Grad immergrün
Yucca aloifoliaSpanisches Bajonett8-15 bis -18 GradStamm bis 150 ZentimeterGut drainiert und trocken, scharfe Blattspitzen
Nandina domesticaHimmelsbambus8-15 bis -19 Gradbis 200 ZentimeterImmergrün, rote Früchte im Frühjahr
Olearia x haastiiMaßliebchenstrauch8-15 bis -17 Gradbis 250 ZentimeterImmergrün, weiße Blüte, milder Garten
Pistacia lentiscusMastixstrauch8bis -15 Gradbis 300 ZentimeterFriert ab etwa -12 Grad zurück, erholt sich langsam
Callistemon rigidusZylinderputzer8-14 bis -17 GradStrauchMilde Regionen, geschützter Standort
Fargesia murielaeGartenbambus8-14 bis -19 GradkleinwüchsigHorstbildend, keine Ausläufer
Trachelospermum jasminoidesSternjasmin8-14 bis -19 GradKletterpflanzeImmergrün, auch für schattige Lagen
Punica granatum 'Nana'Zwerg-Granatapfel8-14 bis -19 GradkleinbleibendLaubabwerfend, Blüte nur in langen heißen Sommern
Passiflora caeruleaBlaue Passionsblume8-12 bis -17 GradKletterpflanzeGut drainierter Boden, mulchen
Cordyline australisKeulenlilie8-12 bis -19 GradStamm mit BlattschopfMilde Gegenden, geschützter Standort
Jasminum officinaleEchter Jasmin8b-12 bis -15 GradKletterstrauchDuftende weiße Blüten
Dicksonia antarcticaTasmanischer Baumfarn8bis -12 Gradbis 700 ZentimeterSchattig und feucht, guter Winterschutz, darf nie austrocknen
Phormium tenaxNeuseeland-Flachs8-3 bis -16 GradBlätter bis 200 ZentimeterSehr weite Spanne je nach Herkunft, meist Kübelpflanze

MerkeDie Spanne in der Spalte Frostgrenze ist kein Messfehler. Der erste Wert nennt die Temperatur, bei der die ersten Schäden auftraten, der zweite die tiefste überlebte Temperatur unter günstigen Bedingungen. Zwischen beiden liegen Drainage, Standort und Pflanzenalter. Bei Phormium tenax klaffen deshalb 13 Grad zwischen den beiden Werten.

Warum erfriert eine Pflanze trotz passender Zone?

Weil die Temperatur nur einer von mehreren Faktoren ist. Die meisten Winterverluste in mitteleuropäischen Gärten haben nichts mit einem Kälterekord zu tun.

  • Kahlfrost: Frost ohne schützende Schneedecke lässt den Boden tief durchfrieren. Die Wurzeln sind dann direkt betroffen, nicht nur die Triebe.
  • Wintersonne: Frost und Sonne zusammen verdunsten Wasser über Blätter und Zweige immergrüner Pflanzen. Der gefrorene Boden liefert keinen Nachschub, die Pflanze vertrocknet bei Minusgraden.
  • Nässe: Yucca, Agave, Cholla und Nolina vertragen tiefe Temperaturen, aber keine Staunässe. Sie faulen an der Basis, statt zu erfrieren.
  • Frostdauer: Minus 15 Grad für eine Nacht sind etwas anderes als minus 15 Grad über zehn Tage. Die Datenbankwerte beziehen sich meist auf kurze Frostperioden.
  • Alter: Bei Kamelie, Mammutbaum und Seiden-Akazie sind die ersten drei bis vier Jahre die kritischen. Danach steigt die Härte deutlich.
  • Pflanzzeitpunkt: Wer im Spätherbst pflanzt, gibt der Pflanze keine Zeit mehr zum Einwurzeln. Frühjahr ist für Exoten die sicherere Wahl.
  • Wind: Trockene Ostwinde entziehen immergrünen Blättern Wasser. Ein Windschutz wirkt oft besser als eine Abdeckung.

Wie schützen Sie eine Pflanze durch den Winter?

Der Aufwand richtet sich nach dem Risiko, nicht nach dem Kalender. Eine Zone-6-Pflanze in Zone 8a braucht gar nichts, eine Zone-8-Pflanze in Zone 7a braucht ein Konzept.

  1. Standort wählen. Süd- oder Westwand, windgeschützt, nicht in der Senke. Das ist der wirksamste Schritt und kostet nichts.
  2. Drainage einbauen. Bei nässeempfindlichen Arten das Pflanzloch mit Kies oder grobem Sand unterfüttern, damit Wasser abzieht.
  3. Wurzelbereich mulchen. Laub, Reisig oder Rindenmulch über dem Wurzelballen halten den Boden frostfrei. Bei Musa basjoo und Canna liegt hier der ganze Schutz.
  4. Luftdurchlässig abdecken. Vlies, Jute, Reisig und Laub sind geeignet. Folie ist es nicht, darunter sammelt sich Kondenswasser und die Pflanze fault.
  5. Regenschutz setzen. Bei Agaven, Yucca rostrata und Chollas eine geneigte Platte über die Pflanze, seitlich offen. Es geht um Trockenheit, nicht um Wärme.
  6. An frostfreien Tagen gießen. Immergrüne verdunsten auch im Winter. Ein trockener Ballen ist bei Wintersonne die häufigste Todesursache.
  7. Kübel isolieren. Gefäß auf Styropor oder Holz stellen und seitlich mit Jute umwickeln. Im Topf friert der Ballen von allen Seiten durch, im Beet nicht.
  8. Rechtzeitig abnehmen. Den Schutz an milden Märztagen lüften, sonst treibt die Pflanze darunter zu früh aus und der Spätfrost erwischt sie.

Datenbankwerte sind Erfahrungswerte, keine Zusage. Ein Teil der Einträge stammt aus einzelnen Freilandversuchen, manche Arten sind mit dem Vermerk versehen, dass bisher überhaupt keine Freilanderfahrung vorliegt. Kaufen Sie teure Exoten deshalb nicht allein auf eine Zonenzahl hin, sondern fragen Sie in einer Baumschule nach Erfahrungen aus Ihrer Region. Und pflanzen Sie im ersten Winter lieber eine zweite Pflanze im Kübel als Reserve, statt ein Einzelstück auszupflanzen.

Welche Bauten helfen bei empfindlichen Arten?

Wer regelmäßig an der Grenze arbeitet, kommt mit Abdeckungen allein nicht weit. Ein Frühbeet oder ein kleines Gewächshaus verschiebt die nutzbare Zone spürbar nach oben und dient im Frühjahr gleichzeitig der Anzucht. Die Bauweise und die nötigen Fundamente beschreibt der Beitrag zum Anbringen von Gewächshäusern und Frühbeeten. Ein Hochbeet erwärmt sich im Frühjahr schneller und trocknet nach dem Winter zügiger ab, was nässeempfindlichen Arten hilft. Die Konstruktion steht im Beitrag zum Montieren eines Hochbeets.

Denken Sie beim Einwintern auch an das, was nicht wächst. Gartenmöbel, Kübel aus Ton und Wasserleitungen nehmen im selben Frost Schaden wie die Pflanzen, dazu gibt es die Tipps zum Schutz der Gartenmöbel im Winter. Legen Sie sich eine kurze Liste an, welche Pflanze welchen Schutz bekommt, und notieren Sie im Frühjahr, was funktioniert hat. Nach drei Wintern haben Sie für Ihren Garten belastbarere Werte als jede allgemeine Zonenkarte.

Häufige Fragen zu Winterharte Exoten von Zone 6 bis 8: Die Datenbank im Überblick

In welcher Winterhärtezone liegt Deutschland?

Überwiegend in den Zonen 6b bis 8b, der größte Teil in Zone 8a. Der Deutsche Wetterdienst rechnet für Zone 8a mit einem mittleren jährlichen Minimum von -12,2 bis -9,5 Grad Celsius. Südostdeutschland liegt eher bei 7a und 7b, der Nordwesten und der Oberrheingraben bei 8b, das Alpenvorland und die Höhenlagen bei 6a und 6b.

Was bedeutet die Zonenangabe bei einer Pflanze genau?

Sie nennt die Zone, in der die Pflanze das mittlere jährliche Temperaturminimum ohne Schutz übersteht. Über Frostdauer, Bodennässe, Wintersonne und Wind sagt sie nichts. Genau diese Faktoren entscheiden in mitteleuropäischen Gärten aber häufiger über Verluste als die reine Tiefsttemperatur.

Welche Exoten sind für einen Garten in Zone 7 sicher?

Arten mit Zonenangabe 6 oder darunter haben Reserve. Dazu gehören Bitterorange, Judasbaum, Winterblüte, Lorbeer-Zistrose, Blauglöckchenbaum, Hanfpalme und die Baum-Cholla. Arten mit Zone 8 wie Oleander, Sternjasmin oder Zwerg-Granatapfel brauchen in Zone 7 einen geschützten Standort und Winterschutz.

Warum darf ich Pflanzen nicht mit Folie abdecken?

Weil Folie keine Luft durchlässt. Darunter sammelt sich Kondenswasser, die Pflanze bleibt dauerhaft feucht und beginnt zu faulen. An sonnigen Wintertagen heizt sich der Raum unter der Folie zusätzlich auf und die Pflanze treibt zu früh aus. Geeignet sind Vlies, Jute, Reisig und Laub.

Was ist Kahlfrost und warum ist er gefährlicher als Frost mit Schnee?

Kahlfrost ist Frost ohne schützende Schneedecke. Schnee wirkt wie eine Dämmschicht und hält die Bodentemperatur nahe null Grad. Fehlt er, friert der Boden tief durch und die Wurzeln sind unmittelbar betroffen. Zusammen mit Wintersonne kommt hinzu, dass immergrüne Blätter Wasser verdunsten, das die gefrorenen Wurzeln nicht nachliefern können.

Sind die Werte in dieser Datenbank verbindlich?

Nein. Es sind Erfahrungswerte aus Freilandversuchen und Herkunftsangaben, keine normierten Prüfergebnisse. Einzelne Einträge tragen den ausdrücklichen Vermerk, dass bisher keine Freilanderfahrung vorliegt. Nutzen Sie die Tabelle zur Vorauswahl und fragen Sie vor dem Kauf teurer Pflanzen in einer Baumschule nach Erfahrungen aus Ihrer Region.

Quellen

Die Inhalte wurden mit Hilfe von KI erstellt, jedoch durch die Redaktion geprüft am 1. August 2026