Fachbodenregale kaufen: Traglast, Raster und Material

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Das Wichtigste in Kürze

  • Übliche Fachlasten liegen zwischen 100 und 350 Kilogramm je Boden, verstärkte Systeme erreichen 500 Kilogramm. Die Feldlast eines Standardregals liegt oft bei rund 1.400 Kilogramm und begrenzt die Summe aller Ebenen.
  • Die Bodenverstellung erfolgt im Lochraster, üblich sind 25, 33 oder 50 Millimeter. Ein 50-Millimeter-Raster reicht für Ordner und Kisten, ein feineres Raster lohnt bei gemischtem Lagergut.
  • Standardmaße sind Höhen von 1.750 bis 2.350 Millimetern, Tiefen von 300 bis 600 Millimetern und Feldbreiten von 1.000 bis 1.300 Millimetern.
  • Für feuchte Keller ist sendzimirverzinkter Stahl die richtige Wahl. Die Zinkschicht schützt kathodisch und rostet auch an Kratzern nicht sofort durch.
  • Holzböden von 15 Millimetern Stärke liegen auf Längs- und Quertraversen. Sie sind leiser und günstiger, quellen bei Nässe aber irreversibel auf.
Fachbodenregale kaufen: Traglast, Raster und Material
Bild: KI generiert

Das Fachbodenregal ist die Bauart, die man meint, wenn man einfach Regal sagt. Vier Ständer, ein paar waagerechte Böden, fertig. Genau diese Schlichtheit macht es zum Allrounder für Keller, Werkstatt, Archiv und Hauswirtschaftsraum. Unterschiede gibt es trotzdem, und sie liegen bei der Traglast, beim Bodenmaterial und beim Verstellraster. Dieser Beitrag ordnet die Zahlen.

Fachbodenregal aus verzinktem Stahl mit fuenf Ebenen
Bild: KI generiert

Was unterscheidet ein Fachbodenregal von anderen Bauarten?

Beim Fachbodenregal liegt die Last flächig auf einem durchgehenden Boden. Das klingt banal, ist aber der wesentliche Unterschied zu Palettenregalen, bei denen die Last punktuell auf zwei Traversen aufliegt, und zu Kragarmregalen, bei denen frei auskragende Arme das Lagergut halten. Flächige Auflage heißt: Sie können Kartons, Kisten, Ordner, Farbeimer und Kleinteile ablegen, ohne über die Auflagepunkte nachzudenken.

Der Boden selbst liegt in der Regel auf Traversen. Stahlböden werden in zwei Längs- und zwei Quertraversen eingelegt, was die Tragfähigkeit erhöht. Holzböden von 15 Millimetern Stärke liegen auf denselben Traversen, bekommen bei größeren Tiefen aber zusätzlich eine Tiefenauflage in der Mitte. Fehlt diese mittlere Auflage, biegt sich die Platte über die Tiefe durch, und zwar dauerhaft.

Wie viel trägt ein Fachbodenregal?

Die Bandbreite ist größer, als die Bauart vermuten lässt. Leichte Systeme für den Hauswirtschaftsraum liegen bei rund 100 Kilogramm je Boden, Standardsysteme für Keller und Lager bei 150 bis 350 Kilogramm, verstärkte Ausführungen erreichen 500 Kilogramm je Boden. Wichtiger als der Höchstwert ist die Kombination aus Fachlast, Feldbreite und Feldlast.

AusführungFachlastTypische MaßeEinsatzbereich
Leichtes Stecksystemrund 85 bis 100 Kilogramm1.800 mal 1.000 mal 350 MillimeterHauswirtschaftsraum, Vorratskammer
Standardsystem, Stahlboden150 bis 200 Kilogrammbis 3.000 Millimeter hoch, 500 Millimeter tiefKeller, Garage, Archiv
Standardsystem, Feldlastrund 175 Kilogramm je BodenFeldlast maximal 1.400 KilogrammLager mit gemischtem Gut
Verstärkte Ausführung, Holzbodenbis 500 Kilogramm1.800 mal 1.200 mal 450 MillimeterWerkstatt, schweres Kleinteillager

Die dritte Zeile zeigt den Punkt, an dem viele Planungen scheitern. Acht Böden mit je 175 Kilogramm ergeben rechnerisch 1.400 Kilogramm, und genau da liegt die Feldlast. Es bleibt also kein Spielraum. Wer alle Ebenen bis an die Fachlast beladen will, braucht ein Regal mit höherer Feldlast oder ein zweites Feld. Die Systematik hinter beiden Werten erklärt der Beitrag zu Steckregalen ausführlicher.

MerkeDie Fachlast sinkt mit wachsender Feldbreite. Derselbe Boden trägt bei 1.000 Millimetern Breite deutlich mehr als bei 1.300 Millimetern, weil die Stützweite länger wird. Hersteller geben für eine Baureihe deshalb je Breite unterschiedliche Werte an. Vergleichen Sie nie die Zahl allein, sondern immer Zahl und Breite zusammen.

Was bringt ein feineres Verstellraster?

Fachbodenregale werden über ein Lochraster in den Ständern verstellt. Üblich sind Raster von 25, 33, 40 oder 50 Millimetern. Ein Regal mit 50-Millimeter-Raster lässt sich in Fünf-Zentimeter-Schritten einteilen, was für Ordner, Kartons und Getränkekisten völlig ausreicht.

Ein feineres Raster von 25 Millimetern lohnt sich, wenn Sie viele unterschiedlich hohe Behälter haben und jeden Zentimeter Bauhöhe nutzen wollen. Bei einem Regal von 2.000 Millimetern Höhe und sechs Ebenen kommen durch geschickte Einteilung schnell zehn bis fünfzehn Zentimeter Nutzhöhe zusammen. Rechnen Sie vor dem Kauf einmal Ihre tatsächlichen Behälterhöhen durch. Ein Standard-Umzugskarton misst rund 33 Zentimeter Höhe, eine Bierkiste mit Halbliterflaschen rund 30 Zentimeter, ein A4-Ordner rund 32 Zentimeter, jeweils plus Griffraum.

  • Höhen: 1.750, 2.000, 2.250 und 2.350 Millimeter sind die gängigen Baugrößen. Über 2.000 Millimeter brauchen Sie einen Tritt.
  • Tiefen: 300, 400, 500 und 600 Millimeter. 300 Millimeter passen zu Ordnern, 500 bis 600 Millimeter zu Umzugskartons und Werkstattkisten.
  • Feldbreiten: 1.000, 1.200 und 1.300 Millimeter. Je breiter das Feld, desto geringer die Fachlast bei gleicher Blechstärke.
  • Ebenen je Feld: zwei bis acht, je nach Höhe und Rastermaß.
  • Anbaufelder: teilen sich einen Ständer mit dem Nachbarfeld und kosten deutlich weniger als ein weiteres Grundfeld.
Verstellbare Fachboeden im Lochraster eines Regalstaenders
Bild: KI generiert

Stahl, Holz oder Kunststoff: welches Material wofür?

Die Materialfrage entscheidet über Traglast, Feuchtebeständigkeit und Preis. Sie ist damit die wichtigste Kaufentscheidung nach der Traglast.

MaterialStärkeFeuchtraumBemerkung
Stahlboden, sendzimirverzinkthöchste Fachlast, unempfindlich gegen Ölgut geeignetZink schützt kathodisch, Kratzer rosten nicht sofort durch
Stahlgitterbodenwie Stahlboden, geringeres Eigengewichtsehr gut geeignetFlüssigkeit läuft durch statt sich zu stauen, Kleinteile fallen aber hindurch
Pulverbeschichteter Stahlwie Stahlbodenbedingt geeignetLackschaden bedeutet Rostbeginn, weil kein kathodischer Schutz vorhanden ist
Holz- oder Spanplatte15 Millimeter Standardungeeignetquillt bei Nässe irreversibel auf, leiser und günstiger im Trockenen
Kunststoffgeringe Fachlastsehr gut geeignetvöllig unempfindlich gegen Feuchtigkeit, verformt sich unter Dauerlast

Für einen feuchten Keller ist die Sache damit klar: sendzimirverzinktes Steckregal, gern mit Gitterböden. Die geschlossene Zinkschicht schützt den Stahl auch dann noch, wenn beim Aufbau eine Schramme entstanden ist, weil das Zink sich zugunsten des Stahls opfert. Bei normaler Kellerfeuchte halten solche Regale zwei Jahrzehnte und länger. Eine Übersicht speziell für diesen Raum bietet der Beitrag zu Kellerregalen.

Im Wohnbereich sieht es umgekehrt aus. Dort stört das Lagerhaus-Aussehen, und Holz- oder pulverbeschichtete Böden sind die bessere Wahl. Achten Sie bei Holzböden auf die Stützweite: 15 Millimeter Spanplatte über 1.200 Millimeter Feldbreite biegt sich unter Dauerlast sichtbar durch, wenn keine mittlere Auflage vorhanden ist.

Ein Fachbodenregal in Zimmerhöhe gehört an die Wand. Nach DGUV Regel 108-007 gilt ein Höhen-Tiefen-Verhältnis über 5 zu 1 als kippgefährdet, und ein Regal mit 300 Millimetern Tiefe und 2.000 Millimetern Höhe liegt bei 6,7 zu 1. Verschrauben Sie den oberen Ständerbereich mit einem Wandwinkel oder verbinden Sie mehrere Felder miteinander. Wenn die Wand nicht taugt, hilft nur ein flacheres, tieferes Regal oder eine Bodenverdübelung.

Wie gehen Sie beim Kauf vor?

  1. Lagergut wiegen. Nehmen Sie die schwerste geplante Ebene und wiegen Sie den Inhalt mit der Personenwaage. Schätzungen liegen bei Werkzeug, Farbe und Konserven regelmäßig zu niedrig.
  2. Feldlast prüfen. Alle Ebenenlasten addieren und mit der Feldlast des Systems vergleichen. Nicht mit der Summe der Fachlasten rechnen.
  3. Raum ausmessen. Höhe, Breite und Tiefe aufnehmen, dazu Sockelleisten, Rohre, Zählerkasten und die Türöffnung. Sehr viele Regale scheitern an einer Kellertür von 80 Zentimetern.
  4. Tiefe nach Lagergut wählen. 300 Millimeter für Ordner, 400 Millimeter für Konserven und Kleinteile, 500 bis 600 Millimeter für Umzugskartons.
  5. Raster festlegen. Behälterhöhen notieren und prüfen, ob ein 50-Millimeter-Raster ausreicht. Bei sehr gemischtem Gut lohnt ein feineres Raster.
  6. Material entscheiden. Feuchter Raum bedeutet verzinkter Stahl, trockener Wohnbereich erlaubt Holz. Pulverbeschichtung ist eine Optikentscheidung, kein Korrosionsschutz für Nassbereiche.
  7. Aufbau vorbereiten. Fläche freiräumen, Gummihammer bereitlegen, Aufbau möglichst zu zweit. Rechtwinkligkeit über die Diagonalen kontrollieren.
  8. Kippsicherung montieren. Wandwinkel oben ansetzen, in tragfähigen Untergrund dübeln. Erst danach beladen.
  9. Nachziehen und beschriften. Nach der ersten Beladung alle Verbindungen kontrollieren und Fachlast sowie Feldlast auf einem Aufkleber am Ständer notieren.

Welche Fehler kosten am häufigsten Tragfähigkeit?

Der häufigste Fehler ist das Weglassen der Tiefenauflage bei Holzböden. Sie liegt bei vielen Systemen lose bei und sieht nach optionalem Zubehör aus. Ohne sie halbiert sich die zulässige Fachlast praktisch, weil die Platte über die Tiefe frei spannt. Der zweite Fehler ist die Punktlast. Ein Motorblock, ein Amboss oder ein Aquarium in der Bodenmitte erzeugt eine ganz andere Beanspruchung als dieselbe Masse in sechs Kisten. Wer schwere Einzelteile lagert, braucht ein System mit höherer Reserve, wie es der Beitrag zu Schwerlastregalen beschreibt.

Der dritte Fehler ist der unebene Boden. Ein Kellerboden mit Gefälle zum Ablauf kippt das Regal leicht nach vorn, und die Last verteilt sich nicht mehr gleichmäßig auf die vier Ständer. Gleichen Sie mit flachen Metall- oder Kunststoffplättchen aus, nicht mit Holzkeilen, die im Feuchten arbeiten. Und lassen Sie den untersten Boden einige Zentimeter über dem Fußboden, damit Wischwasser und aufsteigende Feuchte nicht direkt am Lagergut anstehen.

Häufige Fragen zu Fachbodenregale kaufen: Traglast, Raster und Material

Wie viel Gewicht trägt ein Fachbodenregal?

Leichte Stecksysteme liegen bei etwa 85 bis 100 Kilogramm je Boden, Standardsysteme bei 150 bis 350 Kilogramm, verstärkte Ausführungen erreichen 500 Kilogramm. Begrenzend ist häufig nicht die Fachlast, sondern die Feldlast von oft rund 1.400 Kilogramm für alle Ebenen zusammen. Alle Werte gelten bei gleichmäßig verteilter Last.

Welches Rastermaß sollte ein Fachbodenregal haben?

Üblich sind 25, 33, 40 und 50 Millimeter. Für Ordner, Umzugskartons und Getränkekisten reicht ein 50-Millimeter-Raster problemlos aus. Ein feineres Raster von 25 Millimetern lohnt sich, wenn Sie viele unterschiedlich hohe Behälter unterbringen und jeden Zentimeter Bauhöhe nutzen wollen.

Welches Regal eignet sich für einen feuchten Keller?

Ein sendzimirverzinktes Stahlregal, idealerweise mit Gitterböden. Die geschlossene Zinkschicht schützt kathodisch, sodass auch Kratzer nicht sofort durchrosten. Gitterböden lassen Flüssigkeit durchlaufen statt sie zu stauen. Spanplattenböden sind ungeeignet, weil sie bei Nässe irreversibel aufquellen.

Warum trägt ein breiteres Regal weniger je Boden?

Weil die Stützweite zwischen den Ständern wächst. Bei gleicher Blechstärke biegt sich ein Boden von 1.300 Millimetern Breite unter derselben Last stärker durch als einer von 1.000 Millimetern. Hersteller geben deshalb für eine Baureihe je nach Feldbreite unterschiedliche Fachlasten an.

Wozu dient die Tiefenauflage bei Holzböden?

Sie stützt die Platte in der Mitte der Regaltiefe und verhindert, dass sie über die Tiefe frei spannt. Bei Holzböden von 15 Millimetern Stärke ist sie ab etwa 400 Millimetern Tiefe Standard. Wird sie beim Aufbau weggelassen, sinkt die tragbare Last erheblich und der Boden verformt sich dauerhaft.

Muss ein Fachbodenregal an der Wand befestigt werden?

Sobald das Höhen-Tiefen-Verhältnis über 5 zu 1 liegt, ja. Ein Regal mit 2.000 Millimetern Höhe und 300 Millimetern Tiefe liegt bei 6,7 zu 1 und gilt nach DGUV Regel 108-007 als kippgefährdet. Alternativen zur Wandbefestigung sind Bodenverdübelung oder das Koppeln mehrerer Felder.

Quellen

Die Inhalte wurden mit Hilfe von KI erstellt, jedoch durch die Redaktion geprüft am 1. August 2026